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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ich schon immer über Studentenverbindungen wissen wollte, aber nie zu fragen wagte …

Ist »Verbindung« und »Burschenschaft« eigentlich dasselbe?

Nein!

Die Burschenschaften sind nur eine bestimmte Art von Verbindung; der richtige Oberbegriff ist »Verbindung« oder »Korporation« (lat.: »Körperschaft«; falsch: »Kooperation«). Es gibt akademische Korporationen – Studentenverbindungen – und pennale Korporationen – Schülerverbindungen.

Das Mißverständnis kommt wahrscheinlich daher, daß bei allen Verbindungen die endgültig aufgenommenen Mitglieder »Bursch« genannt werden, was allerdings nichts anderes bedeutet als »Student«, ursprünglich jedenfalls; heute auch allgemein »junger Mann«.

Was ist eine »farbentragende« und was eine »farbenführende Verbindung«?

»Farbentragend« sind solche Verbindungen, die bei bestimmten Gelegenheiten die Farben der Verbindung in Band und Mütze tragen.

Es gibt Verbindungen, die tun das nicht, die heißen dann »nichtfarbentragende« oder – manche davon – »schwarze Verbindungen«.

Nichtfarbentragende Verbindungen können trotzdem Farben haben, die aber nicht getragen werden – das heißt dann »farbenführend«, – und es gibt Verbindungen, die haben nicht einmal das.

Was versteht man unter einer »schlagenden Verbindung«?

So nennt man eine Verbindung, die das akademische oder pennale Fechten mit einem festen Abstand praktiziert, das sog. Mensurfechten.

Worin unterscheiden sich die schlagenden Verbindungen?

Die wichtigsten Arten sind:

  • Landsmannschaften
  • Turnerschaften
  • Burschenschaften
  • Corps

In der Geschichte der Studentenverbindungen gibt es zwei bedeutende Richtungen: die landsmannschaftliche und die burschenschaftliche. Die Urform der studentischen Verbindung ist die Landsmannschaft.

Die Burschenschaften sind erst später vor dem Hintergrund der Besetzung Deutschlands durch Napoleon entstanden. Die Burschenschaften sind per Definition politisch, wohingegen die Landsmannschaften sich gerade durch die Negierung des Politischen definierten.

Die früheren Landsmannschaften benannten sich später in »Corps« um; zeitweise wurden die Bezeichnungen »Landsmannschaft« und »Corps« auch synonym verwendet. Der landsmannschaftliche Charakter der älteren Corps spiegelt sich auch in ihren Namen wieder: Saxonia (Sachsen), Franconia (Franken), Baruthia (Bayreuth) usw., wohingegen die Burschenschaften Namen wie Teutonia oder Germania trugen.

Die Tradition der Burschenschaften ist prinzipiell »deutschtumsverbunden«, im Gegensatz zu anderen Verbindungsarten. Daher kommt es auch, daß die Burschenschaften sich so lange der Aufnahme von Ausländern verweigerten, und manche Burschenschaften das heute noch tun, während andere Verbindungsarten damit normalerweise überhaupt keine Probleme haben.

Die jüngeren Landsmannschaften, die heute zusammen mit den Turnerschaften den Coburger Convent bilden, sind als Gegenbewegung zu den Corps entstanden, indem sie den Alleinvertretungsanspruch der Corps für die gesamte Studentenschaft ablehnten und für die Gleichberechtigung aller ehrbaren Studenten eintraten. Auch sie definierten sich als Landsmannschaften in Abgrenzung zu den Burschenschaften durch die Negierung des politischen Prinzips.

Die vergleichsweise spät entstandenen Turnerschaften sahen ihre Aufgabe in der lebensnahen Reformierung studentischer Überlieferung, wozu unter anderem die sportliche Betätigung beitragen sollte.

Nach dem Krieg bildeten die Landsmannschaften und die Turnerschaften einen gemeinsamen Verband, den Coburger Convent (CC). Angesichts des Versagens der Verbände bei der Machterlangung der Nationalsozialisten wurde bei der Konstituierung des neuen Verbandes die o. g. Negierung des Politischen bei Beibehaltung des Grundsätzlichen modifiziert, indem der Coburger Convent fortan seine Mitglieder auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung und deren Verteidigung verpflichtete.

Die Burschenschaften sind heute in den Verbänden Deutsche Burschenschaft (DB) und Neue Deutsche Burschenschaft (NeueDB) organisiert; die Corps im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) und Weinheimer Senioren-Convent (WSC).

Worin unterscheiden sich die christlichen Verbindungen?

Zu unterscheiden sind nach den Verbänden, in denen diese Verbindungen organisiert sind:

  • CV-Verbindungen
  • KV-Vereine
  • UV-Vereine
  • Wingolfsverbindungen
  • Schwarzburgverbindungen

CV-, Wingolfs- und Schwarzburgverbindungen sind farbentragend, KV- und UV-Vereine sind nichtfarbentragend. CV, KV und UV sind katholisch. Wingolfs- und Schwarzburgverbindungen sind überkonfessionell christlich. Unter den christlichen Verbindungen sind übrigens auch einige Verbindungen, die die Bezeichnung »Burschenschaft« tragen, bei denen es sich jedoch keineswegs um Burschenschaften o. g. Typs handelt.

Welche Verbindungen in Frankfurt nehmen Frauen auf?

Gemischte Verbindungen sind die Gothania Jenensis und die Waltharia. Daneben gibt es noch eine reine Damenverbindung, die Akademische Damenverbindung Meriana.

Warum führen viele der Frankfurter Verbindungen in ihren Bezeichnungen die Namen von irgendwelchen anderen Städten?

Früher wurde von der Universitätsleitung an jedem Hochschulort jeder Verbindungsname nur einmal zugelassen. Zusammen mit dem Stiftungsort der Verbindung war also jede Verbindung eindeutig bestimmbar. Deshalb wurde, und wird heute noch, bei einer Verlegung der Verbindung an einen anderen Standort der Stiftungsort im Namen beibehalten. Die meisten Frankfurter Verbindungen wurden nicht in Frankfurt gestiftet. Viele stammen aus Straßburg.

 

 

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